Diverse

Where To Begin - A High Fidelity Compilation Vol. 2
(23 records/Dandy Land/Cargo Records)

(ewme). Ein Sampler wie eine Tüte Löffelbiskuits. Man kann nicht aufhören und es viel zu schnell Ende damit. 16 Lieder unverdient mäßig bekannter Gitarrenpopbands bilden hier etwas, das sehr gut als Sammlung von Geheimtipps gehandelt werden kann. Sehr verwendbar für das gute Angeberspiel aka "Wie jetzt, die Band kennst du nicht?!". "Phony" aus Berlin wären da zu erwähnen, deren Debütalbum "First Love" auch in Japan schon Verehrer gefunden hat. Einzig "Lügen, Stehlen, Das Gesetz Brechen" von "Locas In Love" hätte es vielleicht nicht brauchen. Laut Liedintro müsste da irgendwas in die Richtung von "Boys Don't Cry" der unbeschreiblichen "The Cure" kommen und dann? Abgehackter Stampfdeutschpop, der in echt bestimmt linksintellektuell ist. Dann wird's aber wieder schön, natürlich, support your local scene, Anajo und Monophox aus Augsburg, einmal Deutschelektrogitarrenpop, so genial wie das Wort lang ist, einmal Emocore. Erstere brachten neulich mit "Nah Bei Mir" ihr erstes Nichteigenvertriebalbum raus, das sich, wie man mir sagte, verhältnismäßig erfolgreich absetzte. Nun aber ins Ausland in die Nachbarschaft. Österreich trägt hier "Wiens charmanteste Gitarrencombo" zum Sampler bei. Ob derartige Formulierungen nun ein Kompliment sind oder nicht, Hauptsache, die Musik ist fein. In dem Stil geht es weiter mit Hilfe von "Sergeant Petter", "Gem", "The Electric Club" und vielen Freunden. In Sachen "The Electric Club" hält sich die Geschichte, Robert Stadlober habe sich dereinst nach einem Konzert vor André Weber im Staube gewälzt. Junge Künstler beim Spielen unter sich.


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