EARLY DAY MINERS
All Harm Ends Here
(talitres records)
(emwe). Die Ruhe nach dem Sturm legt sich allerorten über die Gitarren. Wer's mit den Kings of Convenience hat oder mit Bright Eyes, der ist hier ganz gut mit bedient. Noch ein bisschen Tod noch ein paar Geister, schon haben wir hier eine herrlich versponnene Platte, ungreifbar und somit fast ein bisschen unangreifbar. Die Early Day Miners waren schon mal üppiger produziert, auf ihrem zweiten Album, "Let Us Garlands Bring" zum Beispiel und reduzierter, so wie auf "Jefferson At Rest", dem vorherigen Album. "All Harm Ends Here" findet nunmehr den "best of both worlds" Schnitt. Vielleicht hat die Umbesetzung der Rhythmusgruppe diesen Ausgleich bewirkt, am Bass ist jetzt Jonathan Richardson, am Schlagzeug Matt Griffin. Vielleicht sollte erwähnt werden, dass dieses Album in einer zum Studio umfunktionierten Kirche, der Old Mt. Gilead Church aufgenommen wurde. Mit einem beschaulichen Friedhof drum herum. "Where Images And Words Are Running Deep", wenn man so möchte. "Phantoms And Ghosts Are Here", definitiv. Spiderman kommt wohl auch noch, betreffend des Abendessens. Zumindest werden The Cure als allererstes in der Reihe der einflussnehmenden Bands der Early Day Miners angegeben. Trotz der ganzen gewollten Unheimlichkeiten hat "All Harm Ends Here" diese Lagerfeuergeborgenheit einer Runde philosophierender Collegestudenten, wie man es vielleicht von Matt Sharp her schon mal verspürt haben könnte. Selbst wenn es Einsamkeit und Selbstmord geht, bleibt es versöhnlich. "So Quitely She Lays and Waits For Sleep".