Junesex
(Popup Records)
(tif) Vom Cover her zu urteilen, handelt es sich hier um einen sehr sehr düsteren Tonträger. Daher überlegt man schon, ob man den jetzt gerade hören soll. Auf der anderen Seite beißt zumindest ein Teil derjenigen Hunde die bellen nicht sofort. Also versuchen wir's. Und siehe da, welch cooles Album versteckt sich hinter tiefschwarzer Hülle? Junesex zelebrieren minimalistisch kühle Grooves und sind dabei auch ein wenig exzentrisch, aber eben nicht zuviel. Außerdem hätten sie sich bequem dem ein oder anderen Elektro-Hype anschließen können. Tun sie aber nicht. Und genau hier liegt die Qualität der Platte. Wem der Opener zunächst etwas krypisch erscheint, sollte mit "Fast Food Messiahs" beginnen oder "Who Wants Freedom". Danach nimmt man sich für den Rest des Albums nur zu gern ein wenig Zeit. Düster aber funky.