Forst
(karate joe)
(emwe). Beim ersten Reinhören könnte man vielleicht an irgendetwas sehr weit nördliches Denken. Island vielleicht, wo ja gerne mal in leeren Schwimmbädern Albem mit weltfremden Klängen aufgenommen werden. Freunde von "Sigur Ros" und "Mogwai", hier gibt es ein neues Album für euch. Die Idee mit dem Norden ist aber falsch. "Mimi Secue" entstammen dem Dunstkreis um die österreichische Cselley Mühle im Burgenland, einigen vielleicht bekannt durch die dort entstandenen Aufnahmen von Österreichs Pophoffnung "Garish". "Forst" ist das dritte Album der Band, drei Jahre sind bereits vergangen seit das zweite Album herauskam. Das vierte allerdings ist so gut wie fertig und mutmaßlich bereits Anfang 2005 erhältlich. Von Songs im klassischen Sinne kann hier nicht mehr gesprochen werden. Zwar ertönt so hier und da noch ein wenig Gesang, aber er verschwindet in der Instrumentierung. Die meisten den sieben Stücke entstanden in gemeinsamer Inspiration und Improvisation in einem abgelegenen Haus in den westungarischen Donauauen. Ein wenig musikalische Landschaftsmalerei vermeint man direkt rauszuhören. Sehr verträumt, idyllisch geradezu, zeichnen "Mimi Secue" hier eine verhuschte Skizze, malen dort ein verschwommenes Aquarell und stellen Phantasien dar, ohne erkennen zu lassen. Darüber Schwermut und Hoffnung. Schönes Burgenland.