Pantasz

Str.D.Par.Komm
(Keplar)

(emwe). "Da hab ich dann ein bisschen rumgefrickelt", ist mutmaßlich einer der Lieblingssätze von Künstlern des Genres Elektro. Würde Fabian Fenk, alias Pantasz bestimmt auch sagen, wenn er nach der Entstehungsweise seiner Musik gefragt werden würde. Keplar, ein kleines Berliner Label, hat hier eine CD herausgebracht, die zu den wunderlichsten Dingen gehört, die mir je zu Ohren gekommen sind. Allein optisch, ist das Album verwirrend. Auf der Rückseite ein paar Titelnahmen ohne gültige Timecodes, ohne Nummern. Wer Fragen hat, wende sich an den Künstler, der freundlicherweise seine Mailadresse abgedruckt hat. Der musikalische Inhalt des CD-Päckchens, kann nur mit Bildern erklärt werden. War jemand schon einmal in einer dieser netten Kunstausstellungen, bei denen in zwielichtigen Gewölben Installationen aus Wohlstandsschrott die Nähe des Weltendes prophezeien? Ja? Und jetzt die klangliche Untermalung dazu vorstellen. Düster, hastend, hallend. Ist das Musik, oder vertonte plastische Kunst? Phantome und Geister sind hier an meiner Seite. Von den Wänden ertönt Gelächter, aber man weiß nie, woher es kommt. Beklemmend und zugleich faszinierend, Musik wie vom Meister der Gruselgeschichte, H.P. Lovecraft, selbst. Wenige entspannte Momente, mit ein bisschen Gitarre, mit ein wenig Gesang, lullen mit Singersongwritertouch ein. Aber die Pause ist kurz, das Unheimliche hat viele Fortsetzungen.


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