Scut

Never Got Tatooed
(Tumbleweed Records/ Alison Records/Brokensilence)

(emwe). Kennt hier wer die Band Heiligenblut, deren Album vor einigen Monaten rauskam? Die so ähnlich klang, wie Placebo? Weil Scut aus Wiesbaden ihrerseits, klingen ein bisschen wie Heiligenblut, ergo Placebo zweimal modifiziert. Mit Nova International und Readymade, Gott habe die Band selig, wurden die Leute von Scut bereits auf Tour geschickt und fingen sich in der Fachpresse so den wohlmeinenden Titel der besten Indie-Vorband 2004 ein. Bei den Aufnahmen im Zentralstudio in Mainz führten Zac Johnson (Readymade, Tobacco) und Daniel Riedl (Darlo) Regie. Hessenszene unter sich. Das Ergebnis ist ein sehr kompakt produziertes Album, dominiert von der vielleicht bewusst britisch quengelnden Stimme von Sänger Markus. Kann, darf sich hier beim verehrten Indiepublikum wer an die Band Scycs erinnern? Ja, so in etwa! Wer nicht wirklich mag, den nervts jedoch gewaltig. Allein, insgesamt sehr hübsch und durchaus geeignet, an der bayerischen Vormachtstellung in Sachen Indierock aus Deutschland in englischer Sprache zu rütteln. Noch halten sich Slut, Miles und Cosmic Casino allerdings sehr gut. An Pathos in der Gitarre und spannender Liedstruktur sind Scut zweifelsohne erste Liga. Der nächste Festivalsommer kommt bestimmt und der wird zeigen, wer als Held vom Bolzplatz geht.


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