Once Upon A Time
(Schinderwies/Brokensilence)
(las) "Rotten/Reborn" ist schon ein verdammt verführerischer Songtitel. Dementsprechend gern legt man die CD ein, selbst wenn man bis zu diesem Zeitpunkt weder über den Interpreten noch über die Musik im Bilde ist. Und schon nimmt ein dieses Ding gefangen... Zugegeben, ich habe eine ausgesprochene Ader für elegisches Songwriting. Aber "One Upon A Time" dürfte auch so funktionieren. Wenn man indessen die ein oder andere Slowdive-Platte im Schrank stehen hat, macht es die Angelegenheit noch einmal leichter. Falls dem nicht der Fall sein sollte, kann man "Once Upon A Time" durchaus zum Anlass nehmen, sich den ein oder anderen Eintrag aus der Slowdive-Discographie zuzulegen. Schließlich geht es hier um introvertierte und sensibel arrangierte Musik, wie man sie aus den frühen 90er Jahren kennt. "Shoegazing" nannte man das seinerzeit, weil die Mitglieder von Bands wie The Pale Saints, Lush oder eben Slowdive sich auf der Bühne nicht wirklich bewegten und stattdessen fortwährend auf ihre Schuhspitzen starrten. Letzteres ist natürlich so nicht zutreffend. Ich habe mich zumindest ein ums andere Mal vom Gegenteil überzeugen können. Doch zurück zur Platte. Die ist nämlich einem jeden ans Herz zu legen, der sich gern mal ein wenig treiben lässt vom Gefühlshaushalt und so... Was für ein Satz. Aber das musste jetzt auch mal raus. Vielleicht hätte dem Projekt hier und dort ein wenig mehr Abwechslung gut getan. Aber es handelt sich ja um ein Debüt-Album. Eines, das für die Zukunft noch einiges erwarten lässt.