THE SOUNDTRACK OF OUR LIVES

Origin Vol. I
(Warner)

(las) Wenn es etwas gibt, wofür man TSOOL lieben muss, so für die unkomplizierte Art ihres Auftretens. Und zwar umso mehr, als dass das Gepose in ihrem Genre nahezu groteskes Ausmaß annimmt. In einer Zeit, in der es so was von hip ist, den Rockemusiker zu mimen, zeigt das schwedische Sextett einmal mehr, was es heißt, eine Rockband zu sein. Zurück zu den Wurzeln, Teil eins. Der Rest, wie der beachtliche Leibesumfang Ebbot Lundbers, sein Vollbart oder gar sein zeitloser Kaftlan sind absolut sekundär. Es geht um den Song, und der nimmt sich von ganz allein, was er braucht. Nicht zuletzt deshalb wirken selbst die fettesten Soli keineswegs aufdringlich, sondern fügen sich ein in den Plan eines sehr reifen Albums. Bereits ersten drei Songs "I Believe I Found", "Transcendental Suicide" und "Bigtime" lassen keinen Zweifel daran aufkommen, dass TSOOL mit ihrem über Jahre erworbenen Potenzial keineswegs hinter dem Berg halten. Sie können es sich halt leisten. Daher wäre es ihnen wirklich zu gönnen, einmal auf der großen Bühne zu spielen. Wer Jane Birkin für Backing Vocals gewinnt ("Midnight Children"), kann davon schließlich nicht mehr allzu weit entfernt sein.


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