Zita Swoon

A Song About A Girls
(Haldern Pop/Cargo)

(das) Der Titel dieses Albums gibt Raum für viele Spekulationen. Fest steht einmal, dass er grammatikalisch falsch ist. Fraglich ist nur inwiefern genau und ob irgendeinen tieferer Sinn dahinter zu entdecken ist. So könnte man sich den unbestimmten Artikel vor Girls wegdenken, was das Album nun sprachlich korrekt, aber immer noch fehlerhaft betiteln würde. Denn fraglos steht fest, dass wir es hier mit mehr als nur einem Song zu tun haben. Selbiges Problem ergäbe sich, wenn man annähme, dass sich das Album auf nur ein Mädchen beziehen solle, man folglich das „s“ aus dem Girls striche. Über einige mathematische Berechnungen und logische Umwege lässt sich aber durchaus vertreten, dass sich der Titel auf 12 Songs über ein gewisses Mädchen bezieht - man also nur den richtigen Schluss aus dem grammatikalisch-inhaltlichen Doppelfehler ziehen und diesen über Kreuz berichtigen muss. Offen bliebe dann nur die Frage, warum das Cover zwei (zumal nackte) Schönheiten ziert, die allerdings beide auf derselben Gitarre zupfen. Sei es drum. Ich hoffe, Stef Kamil Carlens wird das Rätsel bei Gelegenheit einmal höchstpersönlich klären. Dann könnte mir das Mastermind hinter Zita Swoon, der hierzulande vor geraumer Zeit schon einmal mit dEUS Furore machte, auch gleich ein Bild von der besungenen Dame zeigen. Denn wer soviel Gefühl in 12 ganz zauberhafte Kompositionen steckt, muss eine außerordentliche Frau vor Augen haben. „A Song About A Girls“ ist die Überraschungsplatte des Frühlings! Eine perfekte Platte zum Träumen, Ausspannen und Abhängen. Eine Platte für die Berge, für den Strand, für die Aussicht. Aber auch eine Platte für elegante Dinnerpartys und romantische Abende zu Zweit. Zita Swoon aus Belgien sind vielschichtiger als der liebste Urlaubsort und verbreiten mit ihren kosmopolitischen Songs auch in den melancholischen Momenten nur gute Laune. La Belgique: douze points!


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